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Erinnerung an Theo Stockberg

Stockberg.pdf




Leitbild 2020, die Geschichte der LBG Biesfeld

Die Leitbildgruppe Biesfeld bestand von Oktober 2005 - 2007, die Arbeit wird weitergeführt durch die IG-Biesfeld.

Wir danken allen Leitbild-Teilnehmern, Visionären, Helfern und Sponsoren, der Schulleitung Frau Semkat für die Bereitstellung der Räume und Prof. Dieter Prinz, der die Visionen begeitet und Ideen zu Papier gebracht hat. Danke auch an den Rat der Gemeinde Kürten, den unterstützenden Parteien, ein besonderer Dank gilt Ludger Breick und Bürgermeister Ulrich Iwanow für die großartige Unterstützung aus der Verwaltung.

Und wir danken ganz besonders dem Investor Horst Zertisch aus Biesfeld, der das finanzielle Abenteuer "Biesfelder Mitte" eingegangen ist.

Ideensammlung der Leitbildgruppe Biesfeld

Spazierwege, Straßenbelag, Wege und Bänke,  Bürgerservice, Lückenschluss, Nahversorgung, Bürgerservice, Symetrie, 

Jugend, Gastronomie, Jung und Alt, Ortsumgehung, Senioren, Kreisverkehr, Gestaltete Mitte, Grundschule, Biesfeld historisch

Leitbild mit Kinderbeteiligung der Grundschule

Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen, wenn es um die Gestaltung des öffentlichen Raums geht, Kinder denken „einfach besser“! Biesfelder Kinder planten im März 2006 ihre Dorferneuerung und setzten diese gleich in ein 3 D Modell um. Natascha Laufenberg und Pia Selbach mit vielen Ideen...


08.03.2006

Innovation statt Unterversorgung
KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG

VON INGRID BÄUMER

Biesfeld
- „Wenn wir hier keine Nahversorgung bekommen, wird Biesfeld weiter das Schlafdorf in Kürten bleiben“: Werner Lauktien schlägt Alarm. Der Berater ist spezialisiert auf die Erstellung von Betriebskonzepten für namhafte Unternehmen. Und er hat eine Vision: innovative Nahversorgung in seinem Dorf. Mit der Leitbildgruppe kämpft er für eine neue Ortsmitte, die den Anwohnern einen Mix aus Nahversorgung und Dienstleistungen bietet.
Früher konnte sich Biesfeld eines regen Geschäftslebens rühmen: Heimatforscher Theo Stockberg listet kurz vor dem Zweiten Weltkrieg allein vier Lebensmittelgeschäfte auf. Außerdem „Zehn Handwerksbetriebe, zwei Bäckereien, eine Metzgerei, vier sonstige Handlungen, drei Gaststätten, zwei Speditionen.“ Bäckereien und Metzger sind geblieben, hinzugekommen zwei Friseure und eine Tankstelle mit Getränkemarkt - aber der Bedarf an Dingen des täglichen Lebens kann in dem 5600-Einwohner-Dorf nicht gedeckt werden: Schon 1989 schloss der letzte „Tante-Emma-Laden“ seine Türe. Seither müssen die Biesfelder zum Erwerb von Käse, Zeitschriften oder frischem Obst und Gemüse beträchtliche Strecken bewältigen: 1,8 Kilometer sind es von der Ortsmitte bis zum Supermarkt in Eichhof, 2,4 Kilometer bis Dürscheid.
Die Entwicklung in Biesfeld ist symptomatisch für den ländlichen Raum: In den letzten zwei Jahrzehnten fielen die kleinen Läden dem Konzentrationsprozess im Lebensmittelhandel zum Opfer. Daran waren auch die Verbraucher nicht ganz unschuldig: Sie fuhren lieber auf dem Weg zur Arbeit zum städtischen Supermarkt, als die „Apothekerpreise“ und die sporadischen Öffnungszeiten im Dorf hinzunehmen. Preis der Bequemlichkeit: das Sterben der Tante-Emma-Läden. Mit ihnen starb oft auch eine emotionale Dorfmitte, ein Treffpunkt zum Austausch von Tratsch und Neuigkeiten.
Eine aktuelle Studie stellt die Faustregel auf: Man spricht von Unterversorgung, wenn das Lebensmittelgeschäft weiter als 700 Meter vom Wohnort entfernt ist - das entspricht etwa zehn Minuten Fußweg.
„Bis zum Jahr 2020 wird der Anteil der über 50-jährigen Biesfelder um 34 Prozent zunehmen“, zitiert Lauktien eine Prognose des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Und was macht ein alter Mensch mit kleiner Rente? Der kann sich, zumal bei den steigenden Spritpreisen, kein Auto leisten. Die Strecke zu Fuß schafft er auch nicht mehr.“
Eine Bedarfsstudie der Gemeinde Kürten hat im letzten Jahr ergeben, dass die Kaufkraft für einen weiteren Lebensmittelmarkt nicht ausreicht. Doch das hält Lauktien für ein Gerücht. „Biesfeld hat genauso viele Einwohner wie das Dorf Kürten, sogar fast doppelt so viele wie Dürscheid - und beide haben einen Supermarkt“, argumentiert er. Im Vergleich zu Bechen, wo neben dem großen Supermarkt noch ein Aldi entstehen soll, hat Biesfeld sogar 1500 Bürger mehr. Lauktien lässt nicht locker: „Fahrende Händler wie der Eifeler Frischedienst nehmen 161 Kilometer Anfahrt auf sich - das sind pro Weg zwei Stunden Fahrtzeit. Für mich heißt das: Hier müsste sich auch die Miete für einen Markt lohnen.“
Wie soll es weitergehen? Lauktien hat seine Vision schon in den Leitbildprozess eingebracht: Ihm schwebt ein kommunales Zentrum nach dem Jülicher „Dorv“-Projekt vor. Es beruht auf drei Säulen, die räumlich möglichst nah beieinander liegen sollen: Erstens Grundversorgung (Verbrauchsmaterialien, Reinigungsmittel, Körperhygiene, Lebensmittel, Brot, Fleisch, Gemüse und Obst). Zweitens Dienstleistungen (von Anbietern wie der Sparkasse, der Post, dem Kreis, der Stadtverwaltung, den Stadtwerken, den Verkehrsbetrieben, Krankenkassen, Reisebüros oder Zeitungsverlagen). Und drittens ein soziales Leistungsangebot, das von der Vermittlung für Jobs im privaten oder öffentlichen Dienstleistungssektor über ein Freiwilligenzentrum, eine Sozialservicestation, Altenpflege, Hol- und Bringdienste bis hin zum Einkaufsservice für Senioren und Pflegebedürftige reicht. Alles speziell auf Biesfeld ausgerichtet, versteht sich. Schöne Träume - lassen sie sich auch verwirklichen? Lauktien optimistisch: „Man muss nur alle Leute unter einen Hut bringen.“

Von Biesfeld durch das Kollenbachtal

Wandern auf stillen Wegen, die von Büschen und Bäumen gesäumt sind: Das Kollenbachtal.
Kölner Stadtanzeiger VON INA SPERL, 03.08.2006

Kürten-Biesfeld und das Kollenbachtal im Bergischen Land.

Biesfeld
- Oberhausen ist eine gute Adresse zum Wandern: Eine Handvoll Häuser schmiegt sich hier in eine sanft hügelige Landschaft. Es gibt adrette Vorgärten, Pferde und sogar eine Bushaltestelle, an der allerdings nur ein Bus täglich vorbeikommt. Außer seinem Namen hat das Örtchen, das bei Biesfeld im Bergischen Land liegt, nichts gemeinsam mit der Ruhrmetropole. Was Städtern hier vor allem auffällt, ist die Ruhe: Autos sind nur selten zu hören, umso lauter klingt dagegen die Kirchturmglocke der Biesfelder Mater-Dolorosa-Kirche. Hin und wieder brummt auch ein Flugzeug am Himmel.

Den idyllisch gelegenen kleinen Weiler durchquert, wer im Kollenbachtal wandert - einem hübschen Fleckchen im Bergischen Land, das sich in einem etwa eineinhalbstündigen Spaziergang erschließen lässt.

 

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz neben der Kirche in Biesfeld, ein Besuch der Kirche mit dem toll gestalteten Sonnenfenster bietet sich hier an.

Von hier aus folgen Sie dem mit X gekennzeichneten Weg        („Der Bergische Weg“)- bis zur Straße „Am Lingenstock“ . Spaziergänger wandeln hier oben 268 m über NN ein Stück auf einem längst vergessenen historischen Handelsweg, der früher Deutz mit dem westfälischen Arnsberg verband. Von hier haben Sie eine tolle Fernsicht bis hin zum Siebengebirge.

Auch im Winter ist die Wanderung durchs Kollenbachtal sehr zu empfehlen. Ob es ein Stück eines Jakobsweges ist?

22.03.2007

Mehrheit für Markt
KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG

VON INGRID BÄUMER
Kürten-Biesfeld - 736 Unterschriften für einen Supermarkt hat die neu gegründete IG Biesfeld innerhalb von zwei Wochen gesammelt. „Ein echtes Traumergebnis“, findet Werner Lauktien von der IG. Bereits am Montag hatte sich die überwältigende Mehrheit der Anwohner für einen großen Supermarkt im Ortskern ausgesprochen.
Der IG gehe es nicht um einen „Lidl auf Biegen und Brechen“, sondern um ein schlüssiges Nahversorgungskonzept. „Wir suchen den richtigen Investor für das Gesamtpaket Ortskern“, erklärt Lauktien. So habe Lidl ihm in einer E-Mail zugesichert, sich an der Renovierung des ehemaligen Gasthofs Küster zu beteiligen. „Die Höhe der Beteiligung kann Lidl noch nicht beziffern, denn die Kostenansätze schwanken zwischen 500 000 Euro und einer Million“, ergänzt Lauktien. Die „alte, schöne, urige Kneipe“ könne auch mit Unterstützung einer Brauerei wieder eröffnet werden, die IG habe einen Interessenten an der Hand. „Bis vor 20 Jahren hätte man sich auch nicht träumen lassen, dass Lebensmitteldiscounter Kreisverkehre finanzieren“, erinnert Lauktien an den kürzlich eingeweihten Bechener Kreisel, der von Aldi mitbezahlt wurde. „Wir in Biesfeld brauchen zwar keinen Kreisel, aber eine Begegnungsstätte im Ortskern.“
In zwei Wochen gebe es wegen des geschützten Fachwerkhauses Küster ein Gespräch zwischen Lidl und dem Amt für Denkmalschutz. Der Discounter habe ihm auch zugesagt, dass das Wegerecht vom Parkplatz zum Schützenheim und zum Dorfplatz in öffentlicher Hand bleibe. Bereits versprochen sei auch, dass die Auto-Stellplätze des Discounters „rund um die Uhr“ für die Bevölkerung zugänglich sein werden und dass viele Bäumen und Sträucher das Gebäude optisch von der Straße abschirmen sollen.

Interview

mit Werner Lauktien und Wilbert Klein von der Interessengemeinschaft (IG) Biesfeld

RUNDBLICK
VON NINA ECKARDT

Rundblick: Wie kamen Sie auf die Idee, eine Interessengemeinschaft in Biesfeld zu gründen? War die fehlende Nahversorgung ausschlaggebend?
IG: Die Interessengemeinschaft ist aus der Leitbildgruppe Biesfeld heraus entstanden. Sie ist als Nachfolgemodell der Leitbildarbeit gedacht, da diese im Herbst dieses Jahres endet. Wir möchten uns jedoch weiterhin für Biesfeld engagieren und noch mehr erreichen. Das derzeitige Kernthema in Biesfeld ist selbstverständlich die Nahversorgung. Sie war sicherlich auch ein Anlass zur Gründung der Interessengemeinschaft.

Inwiefern überschneidet sich die Leitbildarbeit mit der Arbeit der IG?
IG: In Biesfeld tagt regelmäßig eine Leitbildgruppe, die sich mit der fehlenden Nahversorgung auseinandersetzt. Sie kümmert sich auch um die Dorfgestaltung. Die Gruppe rief unter anderem ein Projekt ins Leben, im Zuge dessen Biesfelder Grundschüler ihren Wunsch-Ort Biesfeld gestalten sollten. Die Entwürfe der Kinder stimmten fast exakt mit denen der Leitbildgruppe überein, was doch erstaunlich war, da die Kinder die Pläne der Leitbildler vorher nie gesehen hatten. Dies zeigt, dass sich selbst die Kinder ein funktionierendes Dorfleben wünschen. Die IG wird die Arbeit der Leitbildgruppe auch nach Ende der Leitbildarbeit weiterführen. Biesfeld hat seit 20 Jahren keinen Nahversorger. Langsam wird es Zeit, denn wir wollen nicht noch weitere 20 Jahre unterversorgt bleiben!

Was sagen Sie zu den Standpunkten der Leitbildgruppen Olpe und Dürscheid, die sich klar gegen den Bau eines LIDL-Marktes in Biesfeld ausgesprochen haben?
IG: Es macht uns und sicher auch einen großen Teil der Biesfelder Bürger traurig, dass die Nachbarorte uns eine Nahversorgung so wie es aussieht nicht gönnen wollen. Wir können verstehen, dass die Dürscheider Bürgerschaft um ihren Supermarkt bangt, da dieser durch LIDL Konkurrenz bekommt. Jeder will ja das Seine schützen. Andererseits ist Biesfeld mit 3491 Einwohnern der bewohnerstärkste Ortsteil. Jeder Ortsteil sollte durch eine Einkaufsmöglichkeit mit Waren des täglichen Bedarfs versorgt werden. Dies ist in allen Ortsteilen gegeben. Außer in Biesfeld. Wir haben recherchiert, dass in Biesfeld etwa 700 Quadratmeter Verkaufsfläche fehlen. Daraus ergibt sich, dass Biesfeld definitiv unterversorgt ist! Zumal der Ort derzeit durch ein Neubaugebiet, indem etwa 400 neue Bürger Platz haben, erweitert wird und die Bewohnerzahlen nochmals steigen werden.

Die bereits bestehenden Geschäfte in Eichhof und Dürscheid fürchten starke Konkurrenz durch den Discounter LIDL.
IG: Und Biesfeld freut sich sehr darüber, dass der Konzern hier eine Filiale eröffnen will. Dabei geht es nicht darum, dass es ausgerechnet LIDL ist. Ob Plus, EDEKA oder eben LIDL, man sollte die Chance auf einen Nahversorger beim Schopfe packen. Dass sich in so kurzer Zeit ein Interessent meldet, hätte keiner hier für möglich gehalten. Nun bekommen wir die Chance, unsere Vision zu verwirklichen. Viele Leute, die vorher dafür waren, sind jetzt, wo das Kind beim Namen LIDL genannt wird, plötzlich dagegen. Dabei gibt es durchaus Positivbeispiele, dass ein Supermarkt neben einem Discounter existieren kann, wie es an vielen Standorten in Deutschland der Fall ist. Man muss auch mal andere Meinungen gelten lassen und nicht ständig versuchen, in eine starre Richtung zu laufen. Fakt ist, dass es für die Gemeinde Kürten keine Erhebungen über das Kaufverhalten der Bürger gibt. Jegliche Daten beruhen ausschließlich auf Schätzungen. In Dürscheid-Steeg sollte ein neuer REWE-Markt gebaut werden, was jedoch nur verschoben wurde. Der ALDI in Kürten und die REWE-Märkte in Eichhof und Dürscheid wollen sich vergrößern. Der REWE Markt Bechen will einen 400 qm Getränkemarkt bauen. Wir wurden in Biesfeld oft genug ermahnt, man solle bei der Planung eines LIDL-Marktes doch die Situation der anderen Geschäfte berücksichtigen. Wir fragen uns, warum die Politik bei der Genehmigung sämtlicher Erweiterungen Biesfeld nicht berücksichtigt hat.

Ist denn überhaupt sicher, ob überhaupt ein LIDL in Biesfeld gebaut wird?
IG: Nein. Die Pläne sind bereits erstellt und eine Ladenfläche von 800 Quadratmetern würde auch mit Sicherheit von der Gemeinde genehmigt. LIDL möchte jedoch gerne etwas mehr Baufläche in Anspruch nehmen, da der Konzern unter anderem eine Gangbreite von 1,80 Metern anstelle von 1,20 Metern plant. Es müssten zusätzlich etwa 150 Quadratmeter genehmigt werden. Daran scheiden sich momentan noch die Geister. Die Frage, ob oder ob nicht, wird im Mai in einer Leitbildversammlung diskutiert und dann Thema beim runden Tisch, im WTK- und Planungsausschuss sein. Eine größere Variante des Discounters müsste dann noch vom Gemeinderat genehmigt werden. Wir hoffen sehr, dass dieser Prozess nicht zu lange dauern wird, da wir schon oft die schmerzliche Erfahrung machen mussten, dass sich gute Ideen im Sand verlaufen, wenn ihre Umsetzung zu lange aufgeschoben wird. Die Biesfelder wären sicher traurig und ein Stück weit enttäuscht, wenn die Chance auf einen Nahversorger zerredet oder gebremst würde, denn das würde auch einen großen Teil der Dorfentwicklung verhindern.

LIDL hat Biesfeld zudem einige interessante Versprechungen gemacht.
IG: Ja. Die LIDL-Gruppe hat zugesagt, sich an der Renovierung der alten Gaststätte Küster zu beteiligen. Außerdem will der Konzern zusätzliche Treppenanlagen bauen, die den Markt mit der Schule und anderen Gebäuden bequem verbindet. Der Parkplatz soll jederzeit für die Bürger geöffnet sein, auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten. Man muss sagen, dass uns die Damen und Herren von LIDL sehr entgegengekommen sind und auf viele unserer Wünsche zur Dorfgestaltung eingegangen sind. Die Bürger waren von Mutlosigkeit ergriffen und viele sind nun der Meinung, dass wenn kein LIDL nach Biesfeld kommt, sich hier nichts ändern wird, da es der Gemeinde an Geld fehlt.

Die Leitbildgruppe und die IG haben sich auch die Möglichkeit eines „Bergischen Regionalladens“ angesehen. Warum ist diese Alternative in Biesfeld nicht umsetzbar?
IG: Der Bergische Regionalladen ist ein Konzept vom Büro Jansen. Wir haben mit Frau Mölders von der Firma Jansen lange diskutiert und sie hat uns schließlich versichert, dass sich ein Regionalladen in Biesfeld nicht trägt. Zum einen sind keine Ladenräume vorhanden und zum anderen sind die Personalkosten nicht tragbar. Ein solches Konzept lohnt sich entweder für sehr abgelegene Dörfer oder für Städte, aber halt nicht für Biesfeld. Die REWE-Filialleiter haben die Betreibung eines kleineren Ladens in Biesfeld abgelehnt. Der letzte Tante Emma Laden musste 1989 schließen. Seitdem hat sich hier wenig geändert.

Wie soll Biesfeld in einigen Jahren aussehen, wenn alles optimal läuft?
IG: Uns geht es vor allem darum, dass Biesfeld für Jung und Alt attraktiver wird und auch Neuansiedler sich hier wohl fühlen können. Unser Traum ist es, das Dorfleben interessanter zu gestalten und eine bessere Infrastruktur zu schaffen. Früher gab es in jedem Kirchdorf eine Kirche, eine Einkaufsmöglichkeit und eine Kneipe. Der Gemeinde steht kein Geld für Biesfeld zur Verfügung und LIDL reicht uns in Sache Ortskerngestaltung die Hand. So besteht auch die Chance auf eine Wiedereröffnung der alten Gaststätte mit Biergarten. Eine Brauerei hat hierfür bereits großes Interesse gezeigt. Natürlich sind auch die Bürger aufgefordert, sich an der Dorfgestaltung aktiv zu beteiligen. Die Schützen sind mit dem Bau des Platzes ja bereits mit gutem Beispiel voran gegangen und haben gezeigt, was man mit etwas Engagement erreichen kann. Um das Denkmal zu erneuern, sind neben der Unterstützung durch LIDL und Brauerei auch Hilfen von Denkmalschutz, lokalen Unternehmen und Vereinen nötig. Unser großer Traum ist es, Biesfeld wieder zu beleben. Es gibt zwar Angebote, unter anderem für Jugendliche und Senioren, aber das reicht uns noch nicht. Es kann und muss noch mehr getan werden, um Biesfeld wieder für alle Altersgruppen attraktiv zu machen.

Juni 2007

Der Planungsausschuss schob erneut die Leitbild-Stellungnahme zum Flächennutzungsplan auf die lange Bank.

KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG

VON INGRID BÄUMER

Kürten - „Wir sind es anscheinend gar nicht mehr wert, gehört zu werden“, kritisierte Doris Semkat von der Leitbildgruppe Biesfeld das Verhalten der Mitglieder des Planungsausschusses. Semkat fühlt sich ignoriert wegen eines Antrags von Wolfgang Prill (SPD), die Tagesordnungspunkte zu vertauschen. Prill wollte erst nach der Beratung über den Flächennutzungsplan die Stellungnahme der Leitbild-Gruppen zu thematisieren. Dagegen sah Hermann Josef Fischer von der Leitbildgruppe Bechen nach der Diskussion über den Flächennutzungsplan eine „positive Tendenz“. Doch nach der langwierigen Abarbeitung der Flächennutzungsplan-Details hatte anscheinend kein Politiker mehr Lust, sich inhaltlich mit der Leitbild-Stellungnahme zu befassen. „Wir sollten die Stellungnahme zur Kenntnis nehmen und die Leitbildgruppe auffordern, kritische Punkte im Offenlegungsverfahren zu benennen“, erklärte Frank Rausch (CDU). Er fand, dass die CDU sowieso „zu 99 Prozent“ auf Leitbild-Linie eingeschwenkt sei. Der Ausschuss-Vorsitzende Jürgen Piltz („Bürger für Bürger“) warnte vor bloßer Kenntnisnahme: „Das wäre sehr enttäuschend für das Leitbild.“ Piltz sieht nur in einem Punkt Differenzen zwischen dem Leitbild und seiner Fraktion: bei der Frage nach Vorrangflächen für Windkrafträder. „Wir wollen auch keine Windräder in Bechen, sehen aber ein, dass die Rechtslage uns dazu zwingt, Vorrangflächen auszuweisen.“ Der Ausschuss beschloss mit den Stimmen der SPD und der CDU, die Leitbild-Stellungnahme nur zur Kenntnis zu nehmen. Leitbild-Moderator Dieter Prinz und Koordinator Ludger Breick sollen bei der nächsten Sitzung vortragen, an welchen Punkten es noch hakt.

29.08.2007

KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG

Entscheidung für großen Supermarkt
VON INGRID BÄUMER

Biesfeld
Einstimmig erteilte der Kürtener Gemeinderat sein Einverständnis zur Änderung des Bebauungsplans in Biesfeld-Mitte. Das bedeutet grünes Licht für Investor Horst Zertisch, der dort einen Supermarkt bauen will. Auf der vergangenen Sitzung der Leitbildgruppe Biesfeld hatte er seine Nahversorgungspläne für den Ortskern vorgestellt. „Er bekam dafür einmütigen Beifall“, freut sich Werner Lauktien von der IG Biesfeld. Der Laden soll 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, insgesamt 1200 Quadratmeter Grundfläche sowie einen großen Parkplatz haben. Dennoch werde es kein klotziger Bau. Lauktien: „Die Planung wird sorgfältig mit Stadtplaner Professor Dieter Prinz auf das Dorfbild zugeschnitten.“ Nach Erteilung der Baugenehmigung solle schnellstens der Neubau beginnen, wenn möglich noch im September. Die Eröffnung des Marktes sei für Sommer 2008 geplant. Welche Lebensmittelkette sich im Dorf ansiedeln wird, entscheide sich in den nächsten Tagen. Zu klären ist noch, wohin das Oberflächenwasser abfließt. „Es muss in neu zu erstellendes Rückhaltebecken laufen.“ Die Interessengemeinschaft Biesfeld werde sich, wenn der Leitbildprozess in diesem Jahr endet, weiter um eine Dorfentwicklung bemühen.

24.09.2007

KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG

Anbau mit Wohnungen und Praxen
VON INGRID BÄUMER

Kürten-Biesfeld
- Das denkmalgeschützte Haus Küster in Biesfeld wurde vor einigen Tagen eingerüstet, das alte Fachwerk ist bereits an einigen Stellen freigelegt. „Die Arbeiten gehen gut voran“, freut sich Kürtens Denkmalschutzbeauftragter Ludger Breick. Bauherr ist der Biesfelder Immobilienkaufmann Horst Zertisch, doch Breick betont: „Die Sanierung geschieht in Absprache mit dem Bauamt und den Denkmalbehörden.“ Was das alles kosten wird, könne man „beim besten Willen“ noch nicht abschätzen. Der Investor will die Sanierung komplett aus der eigenen Tasche bezahlen.

Breick schildert seinen ersten Eindruck von der Bausubstanz: „Das Fachwerk im unteren Bereich ist ganz gut erhalten, am oberen Teil muss man wohl noch mehr machen.“

Im Erdgeschoss links soll eine Gaststätte entstehen, inklusive Wintergarten-Anbau. In den hinteren Teil rücken die Sanitäranlagen. Rechts wird eine neue Küche eingebaut, im ersten Stock werden vier Gastzimmer eingerichtet. Ins Dachgeschoss kommt eine Pächterwohnung. Nach hinten raus soll ein Anbau Platz für Wohnungen und Praxen bereitstellen. Breick rechnet damit, dass das Haus Mitte 2008 fertig ist, wenn nebenan auch der neue Lebensmittelmarkt eröffnen soll. Investor Zertisch verhandelt zurzeit noch mit möglichen Betreibern des Supermarktes.

14.11.2007

KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG
VON INGRID BÄUMER

Verzögerungen und deutlich gestiegene Kosten - der Supermarkt in Biesfeld nimmt wegen der vielen Hindernisse noch nicht wirklich Gestalt an.

Kürten-Biesfeld - Mit bis zu 3,5 Millionen Euro Investitionsvolumen rechnet der Biesfelder Investor Horst Zertisch. Darin enthalten sei schon die Verteuerung um rund 300 000 Euro durch Verzögerungen und Nachplanungen. Ob der potenzielle Mieter - Lidl oder Penny - bereit sei, einen Aufschlag auf die Miete hinzunehmen, wisse er noch nicht.

Eigentlich sollte schon kurz nach den Sommerferien feststehen, wer in den 800-Quadratmeter-Markt einzieht. Doch die erste böse Überraschung erwartete den Bauherrn schon bei der Bodenuntersuchung: Das von der Lindlarer Firma Schiffarth angeschüttete Erdreich sei laut Bericht des Statikers nicht tragfähig genug. „Wir mussten zehn Meter tief gründen“, ärgert sich der Investor. Die Neuanschüttung des Parkplatzgeländes wartet nun, bis sich das Wetter bessert. Denn der Boden muss dafür trockener sein.

Zurzeit lässt der Investor am äußeren Ende des Grundstücks ein Regenrückhaltebecken bauen. Eigentlich wäre dafür die Gemeinde zuständig, findet er. „Nur um anfangen zu können, habe ich zugesagt, das Becken zu übernehmen.“

Nun bereite auch der Landesbetrieb Straßenbau Probleme: „Das sind große Verhinderer“, empört sich der Bauherr. Denn aus Sicherheitsgründen verlange der Landesbetrieb eine Neuplanung der Einfahrt zur Wipperfürther Straße und einen Fußgänger-Überweg in Richtung Ortsausgang.

Beim denkmalgeschützten Gasthaus Küster, das zum Supermarkt-Ensemble gehört, steigen die Kosten um geschätzte 100 000 Euro. Das alte Fachwerk braucht eine komplett neue Lehmfüllung. „Es enthielt Bims, das billigste Baumaterial überhaupt.“ Wegen der schiefen Wände müsse die Lehmschicht an manchen Stellen bis zu zehn Zentimeter dick aufgetragen werden. „Aber mit dem Altbau kommen wir gut voran.“

Zum Ensemble gehört außer Supermarkt, Parkplatz und Haus Küster noch ein Achtfamilienhaus mit zwei 100 Quadratmeter großen Ladenlokalen - Raum für Büros, Arztpraxen oder Einzelhandel. Dafür gebe es noch keinen Mieter. Wen sich die Biesfelder dort hinwünschen, hat der ortsansässige Bauherr und Familienvater schon herausgefunden: einen Kinderarzt, „weil es in der ganzen Gemeinde keinen gibt.“

An dem Biesfelder Gerücht, dass der Eichhofer Rewe-Eigentümer Josef Irlenbusch den Markt mieten will, ist übrigens nichts dran. Das erklärt Irlenbusch auf Nachfrage. „Penny gehört zwar auch zum Konzern Rewe. Aber das ist eine ganz andere Abteilung.“ Die Penny-Zentrale verhandelt direkt mit dem Bauherrn.

„Frisch trifft billig“

PENNY hat das Rennen gemacht und kommt nach Biesfeld. Eine Tochter der Kölner REWE Group mit Ladenöffnungszeiten von 7 -20 Uhr. Das Sortiment besteht aus ca. 1.400 Artikel auf 800 m2 und deckt somit alle Anforderungen an einen Lebensmitteleinzelhändler ab, mit Eigenmarken und Markenartikel. Das Frischwaren-Angebot: SB-Wurst, Käse und Feinkost, SB-verpacktes Frischfleisch, sowie in fast allen Filialen ofenwarme Brötchen, Brotartikel und eine breite und reichhaltige Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Bio-Produkte werden unter der Eigenmarke "Naturgut" geführt. Mittlerweile führt PENNY eines der größten Biosortimente unter den deutschen Discountern. Vorgesehene Eröffnung: Sommer 2008.

30.11.2007

Neubaugebiet Biesfeld West

KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG
VON INGRID BÄUMER

Bis zu 125 Parzellen sollen auf dem Neubaugebiet Biesfeld-West zwischen Wipperfürther Straße, Lenzholzer Straße und evangelischer Kirche entstehen. Wenn das Ingenieurbüro Feldmann aus Nümbrecht mit seiner Planungsvariante zum Zuge kommt, kostet allein die Erschließung voraussichtlich vier Millionen Euro (davon 2 261 000 für die Entwässerung und 1 803 000 für den Straßenbau). Nach dem Feldmann-Plan soll ein Teil des Gebiets an den Mischwasserkanal. In einem anderen Teil sollen Abwasser und Niederschlagswasser getrennt abfließen.
Besorgt sind die Politiker über das Regenrückhaltebecken: Es soll nur einem „zweijährigen Regenereignis“ Stand halten. Das heißt, statistisch gesehen wird es alle zwei Jahre überlaufen. „Na dann gute Nacht, Miebach“, unkte Roland Schober (BfB), der vor Ort wohnt. Doch Ingenieur Andreas Hoop beruhigte: Das überlaufende Wasser werde plangemäß über ein Ventil in den Miebach geleitet.

7.02.2008

KÖLNER STADTANZEIGER RHEIN BERG
VON INGRID BÄUMER

In Biesfeld eröffnete am Donnerstag, 7. Februar 2008 ein „Postpoint“ in der Wipperfürther Straße 212. Die Filiale in den Räumen der Tankstelle „Albert Klein“ biete alle wichtigen Briefdienstleistungen für Privatkunden - nach dem neuen Konzept der Post noch ein paar mehr als die bisherige.

„Neu ist, dass Briefe und Pakete angenommen werden und dass Nachsendungen und Lagerservice möglich sind.“ Postbank-Dienste gehörten aber aber nicht zum Angebot.
Die neuen Öffnungszeiten seien länger und damit kundenfreundlicher als bisher: montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr, samstags von 8 bis 20 Uhr.

Angeboten werden außerdem bereits vorfrankierte Plusbriefe, -karten und -päckchen.

14.02.2008

Biesfelder Bürger geben klares Votum ab!
Die in der beratenden Versammlung abgegebene Erklärung der Mitglieder zu der Entscheidung, für den Erhalt der Raiba-Bankfiliale Biesfeld, viel ohne Gegenstimme eindeutig aus. Dokumentiert auf einem, von allen Versammlungs-Teilnehmern unterschriebenen, Votum.

Das unbeugsame Völkchen im Bergischen
Seit Asterix wissen wir: Kleine unbeugsame Dörfer sind nicht einfach zu besiegen. Biesfelder sind aufmüpfig, unbeugsam und leisten Widerstand, so muß es dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Raiffeisenbank am Mittwoch 13.02.2008 vorgekommen sein. Die gemischte Versammlung aus gewählten Vertretern und zahlreichen Bankkunden lies schnell erkennen, was ein Zusammenhalt in einem Dorf ausmacht. Biesfelder wollen nicht achselzuckend hinnehmen, das die mitgliederstärkste Filiale der Raiffeisenbank in der Gemeinde Kürten geschlossen werden sollte. Die Biesfelder Filiale steht von allen Banken der Raiffeisenbank Kürten-Odenthal an dritter Stelle! Scheinbar hat der Vorstand und der Aufsichtsrat vorschnell und unüberlegt eine Entscheidung getroffen, die genauso schnell revidiert werden musste. Die Bankfiliale bleibt den unbeugsamen Dorfbewohnern erhalten.
IG-Biesfeld
Anmerkung: Bewegt hat alleine das Zauberwort – Gemeinschaft.

„Das versteht hier keiner“
Rhein-Berg Rundschau
VON CLAUS BOELEN-THEILE

BIESFELD „Geschockt“, „betroffen“, „total neben der Sache“ - Die Meinung der 60 Biesfelder, die gestern Abend zur Infoveranstaltung in den örtlichen Pfarrsaal gekommen waren, war eindeutig. Keiner mochte der Argumentation der beiden Raiffeisenbank-Vorstände Helmut Hülck und Johannes Berens folgen. Statt von Schließung sprachen die Banker von einer möglichen „Kombination“ der Biesfelder Geschäftsstelle mit Dürscheid sprachen. „Warum wollen Sie uns die Bank wegnehmen? Gerade jetzt bewegt sich mit dem Bau des SB-Marktes etwas“, gingen die Vertreter hart ins Gericht mit ihrem Vorstand. Berens wies auf die besseren Beratungsmöglichkeiten und die Größe der Dürscheider Filiale. Das Votum der Anwesenden ging in die andere Richtung: „Wir verlieren mit einer Schließung unsere Ansprechpartner vor Ort.“ Auch die Ankündigung, als erste Genossenschaftsbank der Region zum 1. April ein gebührenfreies Direktkonto einzuführen, änderte die Stimmung nicht. Eine spontane durch die Reihen gehende Unterschriftenliste gegen die drohende Bankschließung füllte sich schnell.

05.03.2008

Supermarkt Fertigstellung 2008

Der Vertrag ist unterschrieben, nun ist es offiziell: Der Rewe-Discounter „Penny“ kommt nach Biesfeld. „Wir sind im Terminplan“, stellt Investor Horst Zertisch fest. Am Freitag 07.03. ist auf der Baustelle „Großkampftag“ angesagt: Mehr als 300 Kubikmeter Beton werden angeliefert - für die Bodenplatte des Supermarkts und für eine Geschossdecke des benachbarten Wohn- und Geschäftshauses. Gleichzeitig wird der Parkplatzboden verlegt.

Insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert der Bauherr nach eigenen Angaben in das Projekt „Biesfeld-Mitte“. Am 1. Juli soll der Markt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnen. Wie berichtet, wird die Raiffeisenbank im Vorraum Geldautomaten und einen Kontoauszug-Drucker aufstellen. Auch ein Backshop gehört zum Markt.

Schon am 15. Mai soll das ehemalige „Haus Küster“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, berichtet der Investor. Seit Monaten saniert er die denkmalgeschützte Gaststätte. Zurzeit ist der Innenausbau mit Heizung und Sanitäranlagen dran. „Leider habe ich noch keinen Pächter für die Gastwirtschaft“, berichtet Zertisch.

Noch vor Eröffnung des „Haus Küster“ gehört das Gebäude drei Tage den Kürtener Künstlern. Die im Verein „K 44“ organisierten Kunstschaffenden werden vom 11. bis 13. April ausgesuchte Werke ausstellen. „Dann sind in den Räumen noch keine Einrichtungsgegenstände“, erklärt der Investor. Die Künstler hätten also viel Platz. Erhalten bleibt die historische Treppe des Hauses, erneuert werden mussten die Fenster und die Lehmgefache. Eine neue Schankanlage mit Theke werde noch kommen.

Im ersten Stock des traditionsreichen Hauses entstehen Hotelzimmer, die ab Mai auch zu mieten sein sollen: drei Doppelzimmer, ein Einzelzimmer und eine Hochzeitssuite.

Das Gebäude hinter dem Supermarkt mit acht Wohnungen und zwei Büro- und Geschäftsräumen soll am ersten Juli fertig sein. Es sei zum Teil schon vermietet, nicht aber die Geschäftsräume.

Neues über das Baugebiet Biesfeld-West

26.03.2008 Sind es jetzt 30 oder 40 Jahre, die die Biesfelder schon auf die Umsetzung des Bebauungsgebiets „Biesfeld-West“ warten? Oder mehr? Jedenfalls stellte Wilbert Klein bei der Versammlung der IG Biesfeld im Sportlerheim „Blau-Weiß“ fest: „Das ist der älteste Bauplan der Gemeinde - und er ist immer noch nicht verwirklicht.“ Seit 1999 läuft das Umlegungsverfahren. Vor ein paar Monaten glaubte man, die Planung sei so gut wie fertig. Doch Groß-Eigentümer Berthold Caspari legte Ende November eine Alternativplanung vor. Ihm gehört ein Viertel der 14 Hektar großen Fläche. „Ich will eigentlich größere Grundstücke, vor allem am Zimmerberg, wo ich der einzige Eigentümer bin.“ Casparis Planung sieht statt Wendehämmern eine u-förmige Wohnstraße vor. „Den Grünstreifen mussten wir leider fallen lassen.“ Er hätte eine Neubewertung der Grundstücke nach sich gezogen.“ Bis zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses (8. Mai) will Caspari die Pläne überarbeiten. „Wir wollen das Verfahren schnellstmöglich beenden.“ Ludger Breick von der Verwaltung sagte, der Bebauungsplan könne bis Ende des Jahres fertig sein - wenn nichts dazwischenkommt. Die Umlegung ist nach seiner Abschätzung in zweieinhalb Jahren beendet.

Ob die neuen Wünsche der IG Biesfeld zu einer Beschleunigung des Verfahrens beitragen? Die Interessengemeinschaft will generationenübergreifendes und integratives Wohnen in Biesfeld-West. Doris Peters vom Verein „KommMit“ schilderte ihre Erfahrungen mit geistig behinderten jungen Erwachsenen. „Wir haben betreutes Wohnen für sie organisiert, mit ihnen eigenständiges Leben eingeübt: einkaufen gehen, Ordnung halten.“ Sie sei begeistert, wie zuverlässig die Bewohner seien.

Werner Lauktien von der IG präsentierte als mögliches Beispiel ein Baumodell von "Garten-Haus-Hof". Sechs eigenständige Häuser, die sich einen gemeinsamen Innenhof teilen. Jedes Haus hat zusätzlich einen abgetrennten kleinen Hof mit Garten. „Ich könnte mir solch ein Projekt gut hinter der evangelischen Kirche vorstellen - entlang der Straße Binsenfeld Richtung Miebach“, vorstellen erklärte Klein. Doch wie kommen Grundstückseigentümer und Investoren zusammen? „Alle reden vom Wohnen im Alter, keiner tut's“, warf Städtebau-Professor Dieter Prinz ein und wollte wissen: „Welche Flächen sind überhaupt verfügbar?“ -
„Das sind alles Privatgrundstücke, da können wir als IG natürlich keine Vorgaben machen“, räumte Wilbert Klein ein, wies aber darauf hin, dass der Staat solche Projekte finanziell fördert. Ein Biesfelder fragte nach, ob dafür ein geänderter Bebauungsplan her müsse. Ludger Breick von der Verwaltung gab keine eindeutige Antwort: „Wenn jemand Interesse an so einem Projekt hat, soll er sich melden und mit uns die Details abstimmen.“

Prinz schlug vor, dass die noch zu gründende Leitbild-Bürgeragentur Grundeigentümer und Investoren zusammenbringen könnte. „Wir müssen eine Angebotsplanung erarbeiten, um an Investoren zu kommen.“ Eigentümer Caspari deutete an, er sei „sicher bereit, Flächen zur Verfügung zu stellen.“
Quelle Kölner Stadtanzeiger: Bäumer

Neubaugebiet Biesfeld West

Wohnen, wo andere Urlaub machen

Die Gemeinde Kürten verzeichnete in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum der Bevölkerung. Dies liegt u.a. auch am umfangreichen Angebot an preiswertem Bauland (145 bis 200 Euro/m2) für Eigenheime. Ein attraktiver ländlicher Wohnort bietet neben Wohn- und Lebensqualität auch einen funktionierenden Wohnungsmarkt für Miete und Eigentum.
Die Ortslage Biesfeld
Liegt mitten in der "Naturarena" des Bergischen Landes!
Bedingt durch die Höhenlage mit unverbaubaren Panoramablicken und/oder einmaligen Aussichten über die Dächer der bestehenden Häuser, hat man hier längere Sonnenstunden als in den Niederungen der Gemeinde Kürten.

Erlebenswert

Das Bergische Land
Alljährlich erleben In- und ausländische Gäste bei Wanderungen die Schönheit unserer Heimat und fassen es kaum, dass vor den Toren von Köln in Kürten und im Raum Biesfeld eine echte Natrurarena existiert.

Nordic-Walking ist eine tolle gesellige Bewegungsform im Freien aber auch ein sanftes Ganzkörper- und Ausgleichstraining für Ausdauer-, Kraft- und Fitness. Und die perfekte Übung zur unkomplizierten Gewichtsreduktion, die noch dazu alle Gelenke entlastet.

Von extremen Biken bis zum lockeren Radfahren. Für die zahlreichen Bike- und Radfahrtouren in der Naturarena bietet sich Biesfeld als zentraler Ausgangspunkt bestens an. Viele gut beschilderte Touren lassen das Radfahren inmitten der traumhaften Landschaft zum Vergnügen werden. Mountainbike-Strecken fast aller Schwierigkeitsgrade sind vorhanden.

Schrauben am Komentschweif

Von Elke Landschoof, 01.09.11, Kölner Stadt Anzeiger

Das Sternen-Team der IG Biesfeld hat schon mit dem Bau von Weihnachtsschmuck begonnen. Gebastelt wird aber nicht nur für Biesfelder, die Sterne werden auch frei verkauft.

Kürten - Draußen ist es sommerlich warm, die Geranien leuchten rot in den Blumenkübeln. Beim ersten Blick in die Garage von Wilbert Klein in Kürten-Biesfeld kommen leichte Zweifel an der Jahreszeit auf – hier weihnachtet es schon sehr, Tannengrün und Sternenschweife bestimmen das Bild. An einem Tisch bekommt ein sternförmiges Gestell einen Kometenschweif angeschraubt, nebenan wird das Ganze mit Tannengrün geschmückt. Es ist wieder so weit: Das Sternen-Team der IG Biesfeld hat mit dem Bau von Weihnachtsschmuck begonnen.

„Wir haben uns vor gut drei Jahren überlegt, wie wir unser Dorf attraktiver machen können“, erinnert sich Klaus Pimpels. Dabei sei die Idee entstanden, das Dorf in der Adventszeit festlich zu beleuchten, wie es vor 30 Jahren schon einmal üblich war. „Damals hatten sich Privatleute darum gekümmert“, erzählt der pensionierte Lehrer. Einheitlich sollte der Straßenschmuck aussehen, so die Idee der Interessengemeinschaft, und zudem erschwinglich. „Über 300 Euro kostet ein Stern, wenn man ihn fertig kaufen würde, und dann ist die Zeitschaltuhr noch nicht dabei“, erklärt Pimpels. Die IG-Biesfeld bietet den weihnachtlichen Schmuck dagegen allen Interessierten für 220 bis 250 Euro an. „Komplett mit Stange und Montage“, wie der Rentner versichert. Möglich wird das durch die engagierte Bastelarbeit der IG-Mitglieder.

Viele einzelne Arbeitsschritte sind nötig, bevor ein Stern weihnachtlich leuchtet. Otto Pund bringt den Metallrahmen in Handarbeit in die richtige Form. Im Zusammenfügen von Stern und Schweif sind Klaus Leistikow und Jonas Klein ein eingespieltes Team: Der eine hält fest, der andere bohrt und schraubt. „Wir bilden auch Lehrlinge aus“, sagt Pimpels mit einem Schmunzeln in Richtung Klein. Der junge Mann hat gerade sein Abitur gemacht und fängt nun im September eine Ausbildung an. Pimpels hatte ihm von der Bastelaktion erzählt und Klein kam vorbei. „Es hat mir gefallen und da habe ich mitgemacht“, erzählt er. „Und in die IG bin ich auch direkt eingetreten“, sagt er lachend.

Am einem zweiten Tisch wird das fertige Sternengestell mit künstlichem Tannengrün umwickelt. Spezialist hierfür ist Werner Lietz.Anschließend versehen Walter Klein und Klaus Pimpels den Stern mit einer Lichterkette – aber erst nachdem sie auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft worden ist. „Das sind Stromsparlampen“, erklärt Pimpels. Für die gesamte Weihnachtssaison fielen nicht mehr als zehn bis zwölf Euro Stromkosten an, versichert er. „Nee, so viel brauchen die nicht“, korrigiert ihn Walter Klein. Die Lampen werden mit 20 Metern Kabel und Zeitschaltuhr geliefert. Die Leuchtstunden sind schon eingestellt: 17 bis 23 und 6 bis 9 Uhr. Die Produktion der Weihnachtssterne läuft bereits im dritten Jahr. Bisher stellte das Team über 30 Stück her. „Bis zum Herbst werden wir auf insgesamt 50 kommen“, schätzt Pimpels. Es lägen schon entsprechende Aufträge vor. Bei mehr Nachfrage könnten aber noch mehr gebastelt werden.

Im Preis inbegriffen ist auch die Montage des sperrigen Weihnachtsschmucks. Damit der Stern auch hält, wird ein Betonsockel im Boden versenkt. Dort ist eine Hülse für die 3,40 Meter hohe Stange eingelassen. In einer Ecke der Halle lagern zahlreiche runde Stangen. „Das sind die ersten Masten, die wir benutzt haben“, so Pimpels. Doch bei Sturm schwankten sie zu sehr. Aufgestellt werden die Sterne Mitte November. „Wir machen einen Termin zum Setzen und fahren dann rund“, so der ehemalige Lehrer. Am 29. November wird dann das Anleuchten gefeiert.

Die Gruppe bastelt übrigens nicht nur für Biesfelder. Pimpels stellt klar: „Wer Interesse hat, bekommt einen Stern.“ Allerdings haben die Biesfelder einen Heimvorteil: Sie können ihre Sterne nach Weihnachten kostenlos bei der IG Biesfeld einlagern. Kontakt: Ansprechpartner ist Wilbert Klein von der IG Biesfeld, ? 02207/7721.